{"id":12639,"date":"2021-04-06T12:33:13","date_gmt":"2021-04-06T10:33:13","guid":{"rendered":"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/?p=12639"},"modified":"2021-04-06T12:33:13","modified_gmt":"2021-04-06T10:33:13","slug":"gewalt-liegt-im-auge-der-betrachtenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/de\/2021\/04\/gewalt-liegt-im-auge-der-betrachtenden\/","title":{"rendered":"Gewalt liegt im Auge der Betrachtenden"},"content":{"rendered":"<h5>Trigger-Warnung: Suizid, Gewalt an Kindern<\/h5>\n<h1>Fotografien von Gewalt begegnen uns in vielen Medien. Aber was machen sie mit uns? Oder vielmehr: Was machen wir mit ihnen?<\/h1>\n<p class=\"dropcap dropcap-borders\">\u00abThe vulture and the little girl\u00bb ist die Fotografie eines sudanesischen Kleinkindes, das auf dem Weg zu einer Lebensmittelstation zusammengebrochen ist. Im Hintergrund sitzt ein Geier, scheinbar auf den Tod des M\u00e4dchens lauernd. Der abgemagerte K\u00f6rper und die zusammengesunkene Haltung lassen darauf schliessen, dass der Vogel nicht mehr lange warten muss.<\/p>\n<p>Die Fotografie wurde 1993 w\u00e4hrend der Hungersnot im Sudan vom s\u00fcdafrikanischen Fotografen Kevin Carter aufgenommen. Zwanzig Minuten verbrachte er damit, das M\u00e4dchen und den Vogel zu fotografieren und hoffte dabei, dass der Geier seine Fl\u00fcgel spreizen w\u00fcrde, um ein noch beeindruckenderes Foto schiessen zu k\u00f6nnen. Er wartete vergeblich, doch die Fotografie verwandelte sich trotzdem \u00fcber Nacht in ein weltber\u00fchmtes Symbol f\u00fcr die Not im Sudan. Gleichzeitig warf sie eine grosse Kontroverse zur Rolle der Gewaltfotografie auf: Wieso hatte Carter das sterbende Kind fotografiert, statt es zu retten? 1994 gewann Carter f\u00fcr die eindr\u00fcckliche Fotografie den Pulitzer-Preis Zwei Monate sp\u00e4ter nimmt er sich das Leben.<\/p>\n<h2><strong>Fotografie im Journalismus<\/strong><\/h2>\n<p>Ob in der gedruckten Zeitung oder online \u2013 die Fotografie geh\u00f6rt zum Journalismus. Dort nimmt sie allerdings eine zweitrangige Position ein. Sie soll keine neuen Informationen vermitteln, sondern illustrieren, was im Text beschrieben wird. Wir sch\u00e4tzen Worte f\u00fcr ihren rationalen Inhalt und Bilder f\u00fcr die Gef\u00fchle, die sie hervorrufen. Obwohl Fotografien inszeniert und manipuliert werden k\u00f6nnen, <em>wirken<\/em> sie naturgetreu. Sie werden zu Zeugen: Ja, ein*e Journalist*in war da und hat das alles gesehen.<\/p>\n<p>Die Fotografie des im Staub zusammengesunkenen M\u00e4dchens sorgte weltweit f\u00fcr Emp\u00f6rung. Doch ihre Geschichte haben wir nie erfahren. Wir wissen nicht, ob sie es zur Lebensmittelstation geschafft hat. Ob sie \u00fcberlebt hat. Die Artikel, neben denen das Bild erschien, berichteten von der Hungernot im Allgemeinen. In Verbindung mit unz\u00e4hligen Artikeln zur Hungernot im Sudan verwandelte sich der abgemagerte Kinderk\u00f6rper in ein Symbol.<\/p>\n<h2><strong>Atrocity Photography<\/strong><\/h2>\n<p>Carter schrieb in seinem Abschiedsbrief, dass ihn die Bilder des Leids und der Gewalt, denen er bei seiner Arbeit begegnet war, verfolgten. In der Medienforschung nennen sich solche Fotografien grosser Gewaltsamkeit oder Leidens \u00abAtrocity Photography\u00bb oder auch Gewaltfotografie. Auch die Fotografie aus dem Sudan geh\u00f6rt in diese Kategorie, da die Hungersnot als direkte Folge des B\u00fcrgerkriegs eine Form der Gewalt war, die den Menschen im Sudan angetan wurde.<\/p>\n<p>Abbildungen von Menschen in Not sind nicht neu. Bereits antike Kunstwerke besch\u00e4ftigen sich mit dieser Thematik. Dabei kann man das ge\u00fcbte Auge und das Geschick der Kunstschaffenden bewundern. Fotografierte Gewalt verh\u00e4lt sich jedoch anders als gemalte. Sie zeigt die tats\u00e4chlich erlebte Qual eines echten Menschen.<\/p>\n<p>Das ist es auch, was die \u00abAtrocity Photography\u00bb so umstritten macht. Wie im Falle des sudanesischen Kindes kann sie eine symbolische Rolle \u00fcbernehmen. Das \u00e4ndert aber nichts an der Tatsache, dass es sich immer auch um konkretes Leid handelt. Das kann Mitleid, Verantwortungsgef\u00fchl und Emp\u00f6rung hervorrufen. Doch genauso wahrscheinlich ist es, dass es Schaulust in uns weckt.<\/p>\n<h2><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12640\" src=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Alyna-Reading-960x312.jpeg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Alyna-Reading-960x312.jpeg 960w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Alyna-Reading-768x249.jpeg 768w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Alyna-Reading-1920x624.jpeg 1920w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Alyna-Reading-530x172.jpeg 530w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>R\u00e4ume der Gewalt<\/strong><\/h2>\n<p>Eine Fotografie kann so schrecklich sein, dass man kaum wegschauen kann. Man kann nicht glauben, was man sieht. Solche Gewaltsamkeit gibt es in unserer Erfahrungswelt nicht. Der deutsche Gewaltforscher J\u00f6rg Baberowski schreibt dazu in seinem Buch <em>R\u00e4ume der Gewalt<\/em>: \u00abDenn der Glaube, dass Gewalt unter allen Umst\u00e4nden abweichendes Verhalten ist, hilft ihnen [Menschen, die in Frieden leben], sich ihre Wirklichkeit als einen Raum vorzustellen, in dem das Argument \u00fcber die Faust triumphiert.\u00bb<\/p>\n<p>Gewalt ist eine reale Option menschlichen Zusammenlebens und ist es schon immer gewesen. In westlichen Demokratien wurde die Gewalt soweit domestiziert, dass wir ihr im \u00f6ffentlichen Raum selten begegnen. Stattdessen findet sie in Gef\u00e4ngnissen, Kriegen und fernen L\u00e4ndern statt. Sie st\u00f6sst Menschen zu, die sich durch ihre Ethnie, politische Einstellung oder Religion von uns unterscheiden. Die Fotografie eines hungernden M\u00e4dchens, das nackt im Staub liegt, mag schockieren. Doch gleichzeitig bleibt es f\u00fcr uns unvorstellbar, dass uns oder Menschen, die uns nahestehen, ein \u00e4hnliches Schicksal ereilen k\u00f6nnte. Das M\u00e4dchen befindet sich in einem Raum, der nicht nur geografisch, sondern auch emotional weit weg liegt: in einem Raum der Gewalt.<\/p>\n<h2><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12642\" src=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Pixabay-906x600.jpg\" alt=\"\" width=\"906\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Pixabay-906x600.jpg 906w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Pixabay-768x509.jpg 768w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Pixabay-1812x1200.jpg 1812w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Pixabay-1920x1272.jpg 1920w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Pixabay-530x351.jpg 530w\" sizes=\"(max-width: 906px) 100vw, 906px\" \/>Pornographie des Leidens<\/strong><\/h2>\n<p>Die Distanz zwischen dem Raum der Betrachter*in und des abgebildeten Subjekts scheint un\u00fcberbr\u00fcckbar. Gelebtes Leid ist nie vergleichbar mit fotografiertem Leid. Die Medienwissenschaftlerin Dr. Sharon Sliwinski schreibt \u00fcber die Shoa-Fotografien, die nach dem Zweiten Weltkrieg ver\u00f6ffentlicht wurden: \u00abThe public bore witness in 1945, but they did not know what they had seen.\u00bb Keine Fotografie der Welt erlaubt es Betrachtenden, das Leid wirklich zu verstehen und zu tats\u00e4chlichen Zeug*innen zu werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele, die sich mit \u00abAtrocity Photography\u00bb auseinandergesetzt haben, stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist, solche Fotografien zu zeigen. Sie decken intimstes Leid auf und machen es \u00f6ffentlich. Der neugierige Blick der Betrachtenden setzt die Gewalt fort, die das Opfer ohnehin schon erfahren musste. Der blosse Akt des Schauens wird zur Gewalt, weil die abgebildete Person ihrer Individualit\u00e4t und Privatsph\u00e4re beraubt wird. Sie erf\u00e4hrt eine Verdinglichung; Statt Zeug*innen werden wir zu Voyeur*innen, die ihr Leid wie Pornographie konsumieren.<\/p>\n<h2><strong>Politische Ver\u00e4nderung<\/strong><\/h2>\n<p>Susie Linfield verteidigt in ihrem Buch <em>The Cruel Radiance: Photography and Political Violence <\/em>die Rolle der Gewaltfotografie. Sie h\u00e4lt solche Fotografien f\u00fcr essenziell, um politische Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren. Ein Menschenrecht kann man nicht fotografieren. Wie auch? Was aber fotografiert werden kann, ist das <em>Fehlen<\/em> eines Menschenrechts. Das sei ein erster Schritt auf dem Weg zu politischem Wandel. Carters Fotografie generierte \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit f\u00fcr die Lage im Sudan, nachdem diese lange weitgehend unbeachtet geblieben war.<\/p>\n<p>Wenn sie gezielt eingesetzt wird, kann die \u00abAtrocity Photography\u00bb als journalistisches Werkzeug dienen, um Unrecht anzuprangern. Von einem solchen gezielten Einsatz sind wir in den Mainstream-Medien noch weit entfernt. Gewaltfotografien tauchen auch da auf, wo sie weder n\u00fctzlich noch angebracht sind. Immer wieder aufs Neue fordern sie uns heraus, entweder als Feiglinge den Blick zu senken oder als Voyeur*innen ihrer Faszination zu verfallen. Die Gewaltfotografie w\u00fchlt uns auf, weil sie an der W\u00fcrde des fotografierten Menschen r\u00fchrt. Die Herausforderung ist, dieser W\u00fcrde mit Respekt zu begegnen.<\/p>\n<hr \/>\n<h4><strong>Buchempfehlungen zu \u00abAtrocity Photography\u00bb<\/strong><\/h4>\n<p>Susi Linfield, <em>The Cruel Radiance: Photography and Political Violence<\/em>, 2010.<\/p>\n<p>Barbie Zelizer, <em>About to Die: How News Images Move the Public<\/em>, 2010.<\/p>\n<p>Susan Sontag, <em>Regarding the Pain of Others<\/em>, 2003.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: right;\">Text &amp; Illustration: Alyna Reading<br \/>\nBild: Pixabay<\/h3>\n<div class=\"pdf24Plugin-cp\"> \t<form name=\"pdf24Form0\" method=\"post\" action=\"https:\/\/doc2pdf.pdf24.org\/wordpress.php\" target=\"pdf24PopWin\" onsubmit=\"var pdf24Win = window.open('about:blank', 'pdf24PopWin', 'resizable=yes,scrollbars=yes,width=600,height=250,left='+(screen.width\/2-300)+',top='+(screen.height\/3-125)+''); pdf24Win.focus(); if(typeof pdf24OnCreatePDF === 'function'){void(pdf24OnCreatePDF(this,pdf24Win));}\"> \t\t<input type=\"hidden\" 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