{"id":12679,"date":"2021-04-15T09:32:12","date_gmt":"2021-04-15T07:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/?p=12679"},"modified":"2021-04-15T09:32:12","modified_gmt":"2021-04-15T07:32:12","slug":"rojava-bedrohung-als-dauerzustand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/de\/2021\/04\/rojava-bedrohung-als-dauerzustand\/","title":{"rendered":"Rojava: Bedrohung als Dauerzustand"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Kein Kalifat, kein Staat, kein Patriarchat. In Rojava scheint die Utopie real. Die autonome Selbstverwaltung in Nordsyrien macht Hoffnung. Doch das Projekt ist bedroht.<\/strong><\/h1>\n<p class=\"dropcap dropcap-borders\">\u00abDie Rojava-Revolution geh\u00f6rt allen Menschen. Nicht nur den Kurd*innen\u00bb, sagt Azad D\u00earik\u00ee*. Er ist Aktivist und politischer Fl\u00fcchtling. In Syrien sass er deswegen mehrfach im Gef\u00e4ngnis. D\u00earik\u00ee glaubt weiterhin an die Revolution und engagiert sich auch im Exil. \u00abIch hoffe, dass die Rojava-Revolution ein Vorbild f\u00fcr die Geschwisterlichkeit der V\u00f6lker wird\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee. \u00abDie Welt ist gross genug, wir k\u00f6nnen alle darin leben.\u00bb<\/p>\n<p>Die autonome Selbstverwaltung in Nordsyrien ist kein Staat. Nachbarschaften organisieren sich in kleinen Kommunen, w\u00e4hlen Vertreter*innen in \u00fcbergeordnete R\u00e4te, gr\u00fcnden Genossenschaften und regeln so das \u00f6ffentliche Leben. Jeder Posten wird von einer Frau und einem Mann besetzt. Jedes Gremium ber\u00fccksichtigt die Interessen der verschiedenen Volksgruppen. Armenier*innen, Assyrer*innen, Araber*innen und Kurd*innen. Sie koexistieren friedlich. Mitten im Brennpunkt der Weltpolitik.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12684\" aria-describedby=\"caption-attachment-12684\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12684\" src=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-960x467.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-960x467.jpg 960w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-768x373.jpg 768w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-530x258.jpg 530w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12684\" class=\"wp-caption-text\">Demonstrant*innen schwenken in Rojava Fahnen mit dem Konterfei von Abdullah \u00d6calan.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Gegen das Kalifat<\/strong><\/h2>\n<p>Als vor \u00fcber zehn Jahren der Arabische Fr\u00fchling Schlagzeilen machte, war die Hoffnung auf einen baldigen Demokratisierungsschub im Maghreb und im Mittleren Osten greifbar. \u00abDie Menschen gingen auch in Syrien gegen das Regime auf die Strasse\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee. \u00abSie hatten aber keinen Plan f\u00fcr das Danach. Die Kurd*innen hatten eine Vision.\u00bb<\/p>\n<p>Die Vision nennt sich Demokratischer Konf\u00f6rderalismus und wird in Rojava realisiert. Ihren Anfang nahm die Revolution in Koban\u00ee. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 2012 blockierten Demonstrant*innen St\u00fctzpunkte der syrischen Armee und Volksverteidigungskr\u00e4fte der YPG die wichtigen Verkehrsverbindungen der Stadt. Sp\u00e4ter mussten sie die autonome Selbstverwaltung gegen die Islamist*innen des Kalifats verteidigen.<\/p>\n<p>Der YPG und den Frauenverteidigungseinheiten, der YPJ, gelangen in den folgenden Jahren bemerkenswerte Siege gegen den sogenannten \u00abIslamischen Staat\u00bb. In der YPG und der YPJ k\u00e4mpfen nicht nur Kurd*innen, wie D\u00earik\u00ee sagt. \u00abInternationalisten aus aller Welt schlossen sich dem Kampf an.\u00bb Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten wurden in ihrem Kampf gegen den \u00abIS\u00bb zun\u00e4chst auch von den USA unterst\u00fctzt. Stadt um Stadt wurde vom \u00abKalifat\u00bb zur\u00fcckerobert. Besonders verfolgte Volksgruppen, wie beispielsweise Armenier*innen und Assyrer*innen, aber auch Araber*innen fanden in Rojava Zuflucht. Der Westen feierte die kurdischen K\u00e4mpfer*innen als Bollwerk gegen die Grausamkeit des islamistischen Terrors. Jetzt k\u00e4mpfen sie an neuen Fronten.<\/p>\n<h2><strong>T\u00fcrkische Angriffe<\/strong><\/h2>\n<p>Das Gebiet der autonomen Selbstverwaltung wuchs und erstreckte sich schliesslich \u00fcber weite Teile Nordsyriens. Und obwohl es sich nicht um ein kurdisches Gemeinwesen handelt, geriet Rojava ins Visier von Pr\u00e4sident Erdogan. Unter dem Namen \u00abOperation Olivenzweig\u00bb begann im Januar 2018 die t\u00fcrkische Offensive im Kanton Afrin. Die T\u00fcrkei marschierte damit zum zweiten Mal ohne UNO-Mandat in Syrien ein. Ziel des Angriffs war es laut dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten die \u00abs\u00fcdliche Grenze vom Terror zu s\u00e4ubern.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abOlivenzweig\u00bb blieb nicht der letzte Angriff auf Rojava. Unter dem Namen \u00abOperation Friedensquelle\u00bb versucht die t\u00fcrkische Armee seit Oktober 2019 einen \u00abSicherheitskorridor\u00bb auf syrischem Staatsgebiet zu errichten. \u00abErdogan nutzt eine Vernichtungsrhetorik gegen die Kurd*innen. Er will sie aus den besetzten Gebieten vertreiben.\u00bb Laut dem UNO-Hochkommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge sind die Menschen bereits in den ersten Tagen des Angriffs zu Zehntausenden geflohen. \u00abSie leben in Fl\u00fcchtlingslagern unter sehr schweren Bedingungen\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee.<\/p>\n<p>\u00abWir wollen keinen Krieg\u00bb, sagt er. Doch k\u00e4mpfen m\u00fcssen die Kurd*innen trotzdem. \u00abMeine Freunde in Syrien werden weiterhin Widerstand leisten, auch wenn Opfer gebracht werden m\u00fcssen.\u00bb Unterst\u00fctzung erhalten die K\u00e4mpfer*innen der YPG und der YPJ auch von Teilen der arabischen Bev\u00f6lkerung, wie D\u00earik\u00ee sagt. Ihnen gegen\u00fcber steht nicht nur die t\u00fcrkische Armee, sondern auch islamistische Milizen. Die t\u00fcrkische Aggression hat inzwischen an Schwung verloren. Vermutlich auch aufgrund des internationalen Drucks. Die Situation bleibt jedoch angespannt. \u00abMeine Freunde rechnen immer damit, dass Erdogan wieder angreift\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12682\" aria-describedby=\"caption-attachment-12682\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12682\" src=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-1-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-1-900x600.jpg 900w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-1.jpg 960w, https:\/\/student.unifr.ch\/spectrum\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/signal-2021-03-06-105634-1-530x353.jpg 530w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12682\" class=\"wp-caption-text\">Bilder gefallener YPG und YPJ K\u00e4mpfer*innen werden durch die Strassen getragen.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Machtbl\u00f6cke treffen aufeinander<\/strong><\/h2>\n<p>Das urspr\u00fcngliche Bestreben, entlang der gesamten syrisch-t\u00fcrkischen Grenze einen vierzig kilometerlangen \u00abKorridor\u00bb zu erobern, konnte die t\u00fcrkische Armee bisher nicht erreichen. Doch wichtige Teile der autonomen Selbstverwaltung sind besetzt. In den entsprechenden Gebieten sollen Gefl\u00fcchtete des syrischen B\u00fcrgerkrieges angesiedelt werden, welche in der T\u00fcrkei Asyl erhielten. Die Wochenzeitung \u00abDie Zeit\u00bb warnte in diesem Zusammenhang vor Vertreibung und \u00abethnischer Flurbereinigung\u00bb, wie zuvor bei den Angriffen auf Afrin.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei hat Fakten geschaffen. M\u00f6glich wurde das auch durch Donald Trump. \u00abEr hat Erdogan gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Angriff gegeben\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee. Daf\u00fcr wurde er sowohl von der Demokratischen, als auch der Republikanischen Partei kritisiert. Die USA waren im Kampf gegen den \u00abIS\u00bb mit der YPG verb\u00fcndet, zogen ihre Soldaten jedoch auf Befehl von Pr\u00e4sident Trump aus Syrien ab. Damit machte er den Weg frei f\u00fcr den Angriff des NATO-Partners.<\/p>\n<p>Die EU-Aussenminister*innen verurteilten die Invasion und riefen die Mitgliedsstaaten dazu auf, Waffenexporte an die T\u00fcrkei zu unterbinden. Tiefgreifende Sanktionen blieben aus. Der EU d\u00fcrfte klargewesen sein, dass Erdogan mit Millionen gefl\u00fcchteter Syrer*innen in seinem Land ein gewichtiges Faustpfand in den H\u00e4nden hielt. Auf Wunsch der EU schloss die T\u00fcrkei ihre Grenzen nach Europa f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aus Syrien. Die Migrationspolitik der EU m\u00f6chte, dass das so bleibt. Erdogan nutzte dieses \u00abDruckmittel\u00bb nicht zum ersten Mal.<\/p>\n<p>D\u00earik\u00ee hofft, dass sich die Situation unter Pr\u00e4sident Joe Biden minimal verbessert. \u00abAber uns ist nat\u00fcrlich klar, dass die USA ihren NATO-Partner nicht fallen lassen werden.\u00bb Bei der Verteidigung der syrischen Staatsgrenzen ist die autonome Selbstverwaltung letztlich auch auf Hilfe von unliebsamer Seite angewiesen. Das Assad-Regime macht Rojava offiziell keine Zugest\u00e4ndnisse. \u00abAssad m\u00f6chte den Status quo von vor 2011 wiederherstellen\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee. Trotzdem musste die Selbstverwaltung auf die Pr\u00e4senz der syrischen Armee zur\u00fcckgreifen. Und das, nachdem sie Rojava zu Beginn der Revolution verlassen hatte. \u00abDie Kurd*innen wollten, dass das Regime zum Schutz der syrischen Staatsgrenzen beitr\u00e4gt\u00bb, sagt D\u00earik\u00ee. \u00abAber man darf nicht vergessen: In erster Linie waren es die Volksverteidigungskr\u00e4fte der YPG und YPJ, welche Syrien vor der t\u00fcrkischen Invasion sch\u00fctzt.\u00bb<\/p>\n<p>Die Zukunft Rojavas bleibt ungewiss und h\u00e4ngt auch vom gr\u00f6sseren M\u00e4chtegeflecht der USA, Russlands, der T\u00fcrkei und der EU ab. Der Wille der Menschen in Rojava aber sei ungebrochen, sagt D\u00earik\u00ee. \u00abSie werden Widerstand leisten!\u00bb<\/p>\n<p>*Name von der Redaktion ge\u00e4ndert<\/p>\n<h3 style=\"text-align: right;\">Text:\u00a0Matthias Venetz<br \/>\nBilder: ZVG<\/h3>\n<div class=\"pdf24Plugin-cp\"> \t<form name=\"pdf24Form0\" method=\"post\" action=\"https:\/\/doc2pdf.pdf24.org\/wordpress.php\" target=\"pdf24PopWin\" onsubmit=\"var pdf24Win = window.open('about:blank', 'pdf24PopWin', 'resizable=yes,scrollbars=yes,width=600,height=250,left='+(screen.width\/2-300)+',top='+(screen.height\/3-125)+''); pdf24Win.focus(); if(typeof pdf24OnCreatePDF === 'function'){void(pdf24OnCreatePDF(this,pdf24Win));}\"> \t\t<input type=\"hidden\" name=\"blogCharset\" value=\"Cw1x07UAAA==\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogPosts\" value=\"MwQA\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogUrl\" value=\"yygpKSi20tcvLilNSc0r0SvNy0wr0kvO0C8uSE0uKSrN1U9J1QcA\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogName\" 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